Aktuelle Lage am Devisenmarkt

Auf dem internationalen Devisenmarkt lief es in dieser Woche für die Währungen weltweit mal besser und mal schlechter. In der vorherigen Woche hatte der Dollar einen regelrechten Zwischenspurt hingelegt, wurde in dieser Woche jedoch wieder etwas ausgebremst. Wie Analysten bestätigen, habe es von allen Hauptparitäten her Bemühungen gegeben ihren Stand zu verbessern. Doch alle wichtigen Währungen, wie Dollar, Euro, Pfund und Yen seien stets wieder auf ihr Ausgangsniveau zurückgekommen.

Was den Euro und den US Dollar angeht, erwarten die Analysten für den restlichen Verlauf der Woche keine großen Sprünge mehr. Am Mittwoch wurden noch die US Immobiliendaten erwartet, am Donnerstag die Einkaufsmanager-Indizes der Eurozone. Wenn diese jedoch nicht extrem überraschend ausfallen, dürfte der Spielraum hier eingeschränkt bleiben. Die Immobiliendaten fielen, so wie bereits erwartet, relativ mäßig aus, immerhin aber besser, als befürchtet worden war.

In der Zwischenzeit war der Australische Dollar gehörig unter Druck geraten, nachdem der australisch/britische Minenbetreiber BHP Billiton berichtet hatte, von Seiten Chinas sei eine stagnierende Nachfrage nach Eisenerz zu verzeichnen.  Da China Australiens wichtigster Exportmarkt ist, führte dies zu zusätzlichen Druck auf den Dollar. Schon in der Woche zuvor hatte es hier Probleme gegeben, nachdem die leichte Absenkung der Wachstumsprognose Chinas, das chinesische Handelsdefizit und schwache australische Konjunkturdaten veröffentlich worden waren.

Besonders das Pfund sei jedoch in diesen Tagen extrem interessant für den Devisenmarkt. Die Bank of England hat immerhin das Protokoll der Zinssitzung vom 8.März veröffentlich. Zudem erwartet man die Präsentation des Haushalts 2012/2013 durch Schatzkanzler Osborne vor dem Unterhaus. Der selbst auferlegte Sparkurs des Landes wird es ihm garantiert nicht einfach machen, was ihn möglicherweise dazu zwingt, die eine oder andere Vergütung zu verteilen. Dennoch ist davon auszugehen, dass er der Haushaltskonsolidierung einen deutlichen Vorteil einräumen wird.

Obwohl die Lage an den internationalen Finanzmärkten sich noch nicht wieder komplett entspannen konnte, sieht es am Devisenmarkt relativ stabil aus. Für das vergangene Jahr hatte Jürg Zeltner, der als CEO beim UBS Wealth Management tätig ist, der Finanzbranche eine krisenreiche Zeit voraus gesagt. Bleibt nur zu hoffen, dass diese fürs erste überwunden ist.


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