US-Beschäftigtenzahlen auf dem Devisenmarkt mit Spannung erwartet

Scheinbar hat die Unsicherheit der wirtschaftlichen Lage in Europa die Finanzwelt noch immer fest in den Händen. Dies führt dazu, dass auch die Währungen in den vergangenen Tagen eher rückläufig verhielten. Die Kurse an den Börsen erleben jedenfalls ein anhaltendes Auf und Ab. Für Mitte der Woche wird die Veröffentlichung des ADP Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung als eine Art Höhepunkt erwartet, denn dieser ist meist eine zuverlässige Prognose für den Arbeitsmarktbericht, der am Ende der Woche veröffentlicht wird und als sehr wichtig gilt, sowie stets zu einer hohen Volatilität am Markt führt.

Im Vergleich zum Euro oder dem Australischen Dollar konnte der US Dollar in dieser Woche eine leichte Erholung verzeichnen, nachdem es zuvor zu Kursverlusten zu mehreren der wichtigsten Währungsrivalen gekommen war. Für seinen weiteren Verlauf ist der Dollarkurs stark von den Ergebnissen des Berichts zu den US Beschäftigtenzahlen abhängig. Analysten gehen davon aus, dass die Zahl bei 209.000 liegen wird, was ein leichter Rückschritt im Vergleich zum Vormonat wäre, andererseits aber ein Zeichen dafür sein könnte, dass sich die Wirtschaft in den USA weiter erholt. Davon könnte der Dollar profitieren.

Im Gegensatz zu vielen seiner Haupt-Währungsrivalen konnte der Euro jüngst nur eine Rückläufigkeit verzeichnen. Hieran tragen vor allem die Unsicherheit und Befürchtungen in Europa bei, dass die Euroländer langsam in eine Rezession rutschen, da viele von ihnen neue Rekorde bei der Arbeitslosenquote aufstellten. Im Gegensatz zum US oder dem kanadischen Dollar sieht es für den Euro momentan eher schlecht aus. Die Probleme in der Eurozone scheinen, trotz Rettungspaket für das angeschlagene Griechenland, nicht enden zu wollen. Die drohende Inflation beeinträchtigt die Märkte schon seit längerem auf negative Weise. Wie bereits Juerg Zeltner, CEO beim Wealth Management der UBS, vor gut einem Jahr voraussagte: die Region werde mit großen Handels- und Währungskonflikten zu kämpfen haben in den kommenden Jahren.

Der Yen hingegen konnte, ähnlich wie der US Dollar, ein leichtes Plus verzeichnen. Für alle Währungen gilt gleichermaßen der Bericht über die Beschäftigtenzahlen in den USA als wichtig, als auch die Bekanntgabe des europäischen Mindestbietungssatzes und die Pressekonferenz der EZB.


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